Die Niederländer haben ihre eigenen Regeln für das Wasser. So ist es z.B. so, dass Wassersportler wie z.B. Kiter einen „Surfbuddy bzw. Efoilbuddy“ benennen sollten mit dem sie gemeinsam rausfahren und sich gegenseitig überwachen und ggf. helfen, retten. Hat man keinen Surfbuddy benannt, den die Küstenwache unabhängig (an Land) überprüfen kann, kann es sein, dass die Küstenwache nach dem Einsatz um einen (vermeintlich) zu retten, die Kosten für den Einsatz bezahlt haben will vom (vermeintlich) zu Rettenden.
Hat man einen Surfbuddy und dieser kann begründen, warum nicht geholfen wurde / werden konnte und ein Einsatz der Küstenwache notwendig war (z.B. Notlage nicht erkannt, selbst vorher an Land weil überfordert, überfordert mit der Rettung, etc. ) bleibt der Einsatz, sofern nicht grob fahrlässig, meist kostenfrei.
Für efoiler gibt es derzeit noch keine klaren Regeln, aber viele Efoiler unterschätzen das Meer, vertrauen zu sehr auf die Technik und überschätzen ihre Fähigkeiten.
Merke: 10 Minuten aufs Meer Efoilen, können locker 4 Stunden zurückschwimmen sein (ohne Strömung.)
Von daher ist es generell ratsam mit einem efoil immer in Küstennähe zu bleiben oder ein beobachtendes Boot zu haben, dass Retten kann.
Was viele nicht beachten ist, dass Efoils empfindliche elektronische Komponenten haben, die im Wasser schwer beansprucht werden. Schon bei kleinsten Fehlern, kann das efoil funktionsunfähig werden. Z.B. Softwarecrash, ein kleiner Fehler im BMS (Batterie-Management-Systems) des Akkus, ein Ausfall der (billigen Handy) Bluetooth-Controller-Komponenten, Wasser an Kontakten, Kurzschluss, Durchbrennen von Motorspulen, Akkuzellen, mechanischer Schaden etc. und das vorher so dynamische Efoil ist nur noch ein schwerer Anker.
Efoil-Ausfälle aus der Praxis (Realität)
Wir haben verifizierte Berichte von 2 Efoilern (einer mit einem Flite Ultra Highend Premiumboard und einer mit einem Sifly Rider) – die uns von entsprechenden Problemen, lebensbedrohlichen Ausfällen berichtet haben.
Der erste Efoiler ist in den Abendstunden am französischen Meer mit dem Fliteboard Ultra unterwegs gewesen und plötzlich stoppte das Board. Es war ihm auf dem Wasser nicht möglich, das Board zu reaktivieren und er versuchte mit dem Board an Land zu schwimmen, was er als extrem schwierig und anstrengend beschrieb, weil das Foil und Wing ohne E-Motor wie ein Anker auf dem Meer bremsten und nur schwer schwimmend zu bewegen waren (auch die superkleinen, leichten Flite Ultra) – kurz bevor er aufgeben wollte, fand ein Boot ihn und nahm ihn völlig entkräftet an Land. ( Er berichtete er hatte eigentlich mit dem Leben schon abgeschlossen und hätte es alleine nicht mehr an Land geschafft)
Der zweite Efoiler hatte technische Probleme vor Mallorca bei welliger See und steiler Felsküste. Plötzlich fiel das sifly efoil aus und lies sich nicht mehr reaktivieren auf dem Wasser. Er konnte das große Sifly Rider efoil nicht von der steilen Küste weg bewegen und musste es aufgeben und schwamm an Land und kletterte mit Verletzungen an Händen und Knien das steile Cliff hoch. Er sah das efoil an die Felsen schlagen und wie es beschädigt wurde, konnte es später aber nicht mehr auffinden und bergen. (Auch er hatte Angst zu sterben und das efoil sank vermutlich irgendwann heruntergezogen durch den schweren Akku, nach dem der auftrieb gebende Schaumstoffrumpf zerstört war.)
Beide Ausfälle sind für die Fahrer gut ausgegangen, außer dem Verlust eines Sifly Rider efoils.
Das Flite Ultra funktionierte danach wieder einwandfrei, sicher hätte der Fehler des Sifly auch an Land einfach repariert werden können.
Von daher noch mal eindringlich an alle efoiler.
- bleibt in schwimmbarer Küstennähe
- tragt Rettungswesten (gibt kleine Aufblasbare die nicht behindern z.B. Restube )
- benennt am Ufer einen Surfbuddy – der 2 Stunden (wenn der Akku leer ist) nach euch sucht.
- ggf. Handy mitnehmen für Notfälle
Eure Erlebnisse gerne in den Kommentaren.


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